zum Künstler
Simon Hauck (*1982 in Hamburg) lebt und arbeitet als multidisziplinärer Autodidakt in Hamburg Altona. Sein künstlerischer Weg begann 2022, nach fünfzehn Jahren Arbeit in der Versicherungsbranche, mit der Gestaltung von kleinen Objekten und Bildern – ein Impuls, der sich innerhalb kürzester Zeit zu einem vielschichtigen Schaffen ausweitete. Ab 2024 nahm er an ersten Gruppenausstellungen teil und verkaufte erste Kunstwerke.
Ein zentraler Aspekt seiner Werke ist der Ansatz der „scavenger art“: Auf Streifzügen durch sein Viertel sammelt er Materialien, denen er eine neue Struktur und Form verleiht oder vollkommen zweckentfremdet. Aus weggeworfenen Gegenständen entstehen so neue Objekte wie z. B. Bilder, Masken, Skulpturen, florale Bouquets mit emotionalem Wert.
Durch die Arbeit mit preiswerten Materialien und Fundstücken wird die Ästhetik des Alltäglichen und Übersehenen freigelegt. Dieser Prozess hat inzwischen eine digital-soziale Dynamik entwickelt: Freunde und Follower übergeben ihm Fundstücke und persönliche Gegenstände. Sie werden Teil seines Schaffens. Seine Wohnung in Altona (die gleichzeitig sein Atelier ist) - ein Ort, an dem Leben und Arbeiten untrennbar eins sind – wird zum Knotenpunkt einer gemeinschaftlichen Suche nach dem Besonderen im Wertlosen.
Aus einem intuitiven Prozess entsteht zeitgenössiche Kunst aus dem Inneren für das Innere. Die Kunst ist ein direktes Zeugnis seines Auf- und Ausbruchs aus der emotionalen Betäubung einer übersättigten Gesellschaft.